Vortrag:

Thema: “Steuern sparen durch richtige erbrechtliche Gestaltung.”


nächster geplanter Vortrag:


Dienstag, den 24. September 2019

Restaurant Pfaffenwinkel  (Golfplatz)

Am Hochschloss

82396 Pähl



Beginn um 19:00 Uhr !


Eintritt kostenfrei!



Vortragsbeschreibung “Steuern sparen durch richtige

erbrechtliche Beratung”:


Seit 01.01.2009 gelten für Enkelkinder wesentlich erhöhte Freibeträge von 200.000,00 EUR. Kommt die gesetzliche Erbfolge zum Zug, so sind Enkelkinder nur dann Erben, wenn die vorhergehende Generation vorverstorben ist (Repräsentationsprinzip). Soll jedoch der Freibetrag zwischen den Großeltern und den Enkeln genutzt werden, muss entweder frühzeitig mit einer Überlassung begonnen werden bzw. ein Testament gefertigt werden.

Wegen der gestiegenen Lebenserwartung sind manche Erblasser deutlich älter als 80 Jahre. Das bedeutet, dass auch deren Enkelkinder im Erbfall volljährig sind und bereits Lebenserfahrung gesammelt haben. Als ca. 30-jährige haben sie ihr Studium oder ihre Ausbildung beendet und sind dabei, einen Familienwohnsitz zu gründen. Sowohl Überlassungsverträge als auch Erbverträge können mit ihnen verbindlich abgeschlossen werden, ohne dass der Minderjährigenschutz greift und eine familiengerichtliche Genehmigung vorgelegt werden muss. Das Überspringen einer Generation hat steuerliche Vorteile. Sie muss aber mit den Kindern als potentielle Erben abgestimmt sein (notarieller Pflichtteilsverzicht), da sonst größere Erbstreitigkeiten drohen.

Weil verbrauchte Freibeträge bei einer Schenkung alle zehn Jahre wieder voll aufleben, ist die lebzeitige Übertragung von Familienvermögen das flexibelste Gestaltungselement. Schenkungen sollten jedoch nie ohne schriftlichen Vertrag erfolgen, weil Rückforderungen und Pflichtteilsanrechnungen, sowie Ausgleichungsverpflichtungen immer nachweisbar geregelt sein müssen.

Die optimale Vermögensverteilung und Ausschöpfung sämtlicher Freibeträge sind Aufgaben des Anwalts und des Steuerberaters. Ihm stehen dazu zahlreiche Gestaltungselemente zur Verfügung.




Vortragsbeschreibung

Beschreibung des Vortrags „Was wird aus meinem Erbe“

Der Vortrag richtet sich sowohl an die Erblasser als auch an künftige Erben. Anhand von leicht eingängigen Diagrammen und Bildern wird die gesetzliche Erbfolge dargestellt. Anschließend wird der Aufbau eines eigenhändig geschriebenen Testaments erläutert.
Ich gehe auf die Bindungswirkung eines Erbvertrags oder eines gemeinschaftlichen „Berliner Testaments“ von Ehegatten ein. Anhand von Beispielsfällen mit einer Standardfamilie wird die Pflichtteilsproblematik der enterbten Kinder nach dem ersten Versterbensfall dargestellt. Nicht nur bei der Patchworkfamilie sondern auch bei kinderlosen Ehepaaren besteht oft Unklarheit über den Kreis der gesetzlichen Erben und der Pflichtteilsberechtigten. Wurde ein Kind enterbt, so hat es einen Pflichtteilsanspruch, der sich nach der Höhe des Nachlasses bemisst. Hinzu kommt noch der Pflichtteilsergänzungsanspruch, der die Schenkungen zumindest teilweise erfasst. Inwieweit Schenkungen berücksichtigt werden, richtet sich zum einen nach der Person des Schenkungsempfängers und zum anderen nach dem Umfang der vorbehaltenen Rechte. Von dem Grundsatz, dass solche Schenkungen mit jährlich 10 % weniger zur Bemessung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs herangezogen werden, gibt es zwei wichtige Ausnahmen mit weit reichenden Folgen.
Wenn es um die Frage der Ausgleichung von vorab zugewendeten Grund-stücken geht, kann es wegen Unkenntnis der Vorschriften im BGB zu einer unbeabsichtigten Benachteiligung der nur durch Testament bedachten Kinder kommen. Anhand von Beispielen werden die Grenzen einer notariell ange-ordneten Ausgleichungspflicht aufgezeigt. Der Vortrag hat das Ziel, das Augenmerk auf die Vermeidung von Gestaltungsfehlern zu lenken.
Der besondere Reiz der Veranstaltung liegt darin, dass der Referent das Thema der Vermögensnachfolge auch aus dem steuerlichen Blickwinkel erörtert.
Wer glaubt, dass er bereits durch notarielle Verträge bestens abgesichert ist, wird durch den Vortrag auf den neuesten Stand im Steuer- und Europäischen Erbrecht gebracht.

Schenken & Vererben

Neben allgemeinen Ausführungen zur richtigen Testamentsgestaltung geht es um die Neuerungen im Pflichtteilsrecht, insbesondere um das “Abschmelzungsmodell” bei dem sich der Pflichtteils- ergänzungsbetrag bei Schenkungen an dritte Personen pro vollendetem Jahr um 10 % vermindert.

Es geht auch um die häufigsten Fehler im privatschriftlichen Testament und die Probleme die dann nach dem Ebfall daraus entstehen.

Im Steuerrecht:

Durch die Neuregelung hat sich fast alles geändert, insbesondere die neuen Freibeträge, die neue Grundstücksbewertung, die hohen Steuersätze bei Verwandten in der Seitenlinie (30 %!)